Grandioser Narzissmus erklärt: Warum Stromberg alles unter Kontrolle haben möchte

Grandioser Narzissmus erklärt: Warum Stromberg alles unter Kontrolle haben möchte

Narzissmus verstehen – psychologisch erklärt anhand von Stromberg (Teil 4)

Hinweis: Stromberg ist eine fiktive Fernsehfigur. Die folgenden Beobachtungen dienen ausschließlich der Veranschaulichung psychologischer Konzepte und stellen keine Diagnose dar. Die Figur wird genutzt, um typische Dynamiken des grandiosen Narzissmus verständlich und alltagsnah zu erklären.

Im letzten Artikel haben wir gesehen, warum Kritik bei Menschen mit grandiosem Narzissmus häufig intensive Reaktionen auslösen kann und weshalb daraus Wut, Rechtfertigungen oder Schuldzuweisungen entstehen.

Doch diese Dynamik beginnt oft schon deutlich früher.

Schauen wir deshalb wieder auf Stromberg.

„Herr Stromberg, ich hätte da noch einen anderen Vorschlag …“

Die Kollegin hat ihren Satz kaum beendet, da fällt Stromberg ihr bereits ins Wort.

„Ja, nee … ist ja nett gemeint. Aber wir machen das jetzt so, wie ich das gesagt habe.“

Er lehnt sich zurück, verteilt die Aufgaben und entscheidet kurzerhand, wie weiter vorgegangen wird.

Ein Kollege versucht noch einmal einzuhaken.

„Aber wäre es nicht sinnvoll, wenn wir …“

„Nee, nee. Glaub mir mal. Ich mache den Laden hier schließlich nicht erst seit gestern.“

Damit ist das Gespräch beendet.

Viele Kolleginnen und Kollegen kennen solche Situationen bereits.

Eigene Ideen werden häufig gar nicht erst richtig angehört. Entscheidungen stehen oft schon fest, bevor gemeinsam darüber gesprochen wurde. Wer widerspricht, muss damit rechnen, dass lange diskutiert oder der eigene Vorschlag so lange infrage gestellt wird, bis am Ende doch wieder Strombergs Lösung umgesetzt wird.

Vielleicht kommt dir eine solche Situation bekannt vor.

Auch im Alltag begegnen vielen Menschen Personen, die scheinbar alles kontrollieren möchten. Sie greifen ungefragt in Entscheidungen ein, möchten das letzte Wort haben oder reagieren gereizt, wenn andere ihren eigenen Weg gehen.

Von außen wirkt dieses Verhalten häufig dominant oder machtorientiert.

Vielleicht hast du dich dabei schon einmal gefragt:

„Warum müssen manche Menschen scheinbar immer alles bestimmen?“

Viele erklären sich dieses Verhalten mit einem einfachen Satz:

„Der will einfach die Kontrolle haben.“

Doch aus psychologischer Sicht greift diese Erklärung häufig zu kurz.

Denn Kontrolle bedeutet beim grandiosen Narzissmus oft weit mehr, als anderen Menschen Vorschriften machen zu wollen.

Sie kann eine unbewusste Strategie sein, den eigenen Selbstwert zu schützen und Situationen möglichst vorhersehbar zu halten.

Und genau darin liegt einer der wichtigsten Schlüssel zum Verständnis des grandiosen Narzissmus.


Warum Kontrolle häufig ein Gefühl von Sicherheit vermitteln kann

Wer Strombergs Verhalten nur oberflächlich betrachtet, könnte schnell zu dem Schluss kommen, dass er einfach gerne das Sagen hat.

Aus psychologischer Sicht lohnt sich jedoch ein genauerer Blick.

Beim grandiosen Narzissmus kann Kontrolle dazu beitragen, das grandiose Selbstbild aufrechtzuerhalten und Situationen möglichst vorhersehbar zu machen.

Denn überall dort, wo andere Menschen eigenständig handeln, Grenzen setzen oder Entscheidungen treffen, kann dieses Selbstbild unbewusst ins Wanken geraten.

Kontrollierendes Verhalten kann deshalb eine Strategie sein, Unsicherheit zu verringern und den eigenen Selbstwert zu stabilisieren.

Dabei ist wichtig zu betonen: Nicht jeder kontrollierende Mensch weist narzisstische Persönlichkeitsmerkmale auf. Kontrollierendes Verhalten kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Im Zusammenhang mit grandiosem Narzissmus kann es jedoch dazu dienen, narzisstische Kränkungen möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen.

Bleiben wir deshalb noch einen Moment bei Stromberg.

Denn was passiert eigentlich, wenn er diese Kontrolle plötzlich verliert?


Warum Kontrollverlust so schwer auszuhalten sein kann

Wenn Kontrolle dazu beitragen kann, das grandiose Selbstbild aufrechtzuerhalten, drängt sich eine weitere Frage auf:

Was passiert eigentlich, wenn diese Kontrolle plötzlich verloren geht?

Bleiben wir noch einen Moment in der Teambesprechung.

Die Kollegin bleibt ruhig.

„Ich verstehe Ihren Vorschlag. Trotzdem würde ich den anderen Weg bevorzugen.“

Eigentlich könnte das Gespräch jetzt beendet sein.

Doch Stromberg lässt die Situation nicht einfach stehen.

„Ja, aber Sie müssen das Ganze auch mal im Zusammenhang sehen.“

Er erklärt seine Sicht erneut.
Liefert weitere Argumente.
Versucht, die Kollegin doch noch umzustimmen.

Für Außenstehende wirkt diese Reaktion häufig übertrieben.
Schließlich geht es nur um unterschiedliche Vorschläge.

Warum fällt es manchen Menschen trotzdem so schwer, eine Situation einfach stehen zu lassen?

Aus therapeutischer Sicht hängt das eng mit dem grandiosen Selbst zusammen.
Dieses dient nicht nur dazu, ein positives Selbstbild aufrechtzuerhalten.

Es schützt gleichzeitig den verletzlichen Selbstanteil vor belastenden Gefühlen wie Scham, Selbstzweifeln oder Minderwertigkeit.

Gerät eine Situation außer Kontrolle, kann dadurch auch das grandiose Selbstbild unbewusst ins Wanken geraten.

Kontrollverlust bedeutet deshalb häufig weit mehr als den Verlust von Einfluss.

Er kann das Gefühl auslösen, Sicherheit zu verlieren und die Situation nicht mehr ausreichend beeinflussen zu können.

Gerade deshalb versuchen Menschen mit grandiosem Narzissmus häufig, möglichst schnell wieder Einfluss auf die Situation zu gewinnen.

Nicht unbedingt, weil sie anderen grundsätzlich misstrauen.

Sondern weil Kontrolle kurzfristig dazu beitragen kann, innere Unsicherheit zu verringern und das grandiose Selbstbild aufrechtzuerhalten.

Vielleicht kommt dir dabei eine ähnliche Situation in den Sinn.

Du möchtest ruhig deine Meinung äußern.
Oder triffst eine eigene Entscheidung.
Doch anstatt sie einfach zu akzeptieren, beginnt dein Gegenüber erneut zu diskutieren.
Es werden neue Argumente gesucht.
Deine Entscheidung wird immer wieder hinterfragt.

Und irgendwann hast du das Gefühl, dass es gar nicht mehr um die eigentliche Sache geht, sondern nur noch darum, wer sich am Ende durchsetzt.

Mit der Zeit kann dadurch der Eindruck entstehen, dass für die eigenen Wünsche, Bedürfnisse oder Ideen immer weniger Raum bleibt.


Warum Menschen mit grandiosem Narzissmus häufig versuchen, andere Menschen und Situationen zu beeinflussen

Wenn Kontrollverlust innere Unsicherheit auslösen kann, stellt sich eine weitere Frage:

Warum fällt es Menschen mit grandiosem Narzissmus häufig so schwer, anderen die Kontrolle zu überlassen?

Schauen wir dazu noch einmal auf Stromberg.

Er möchte nicht nur seine eigenen Aufgaben bestimmen.
Immer wieder mischt er sich auch in Entscheidungen seiner Kolleginnen und Kollegen ein.
Er gibt ungefragt Ratschläge.
Er möchte mitreden.
Und wenn etwas anders läuft als erwartet, versucht er die Situation wieder in die von ihm gewünschte Richtung zu lenken.

Für Außenstehende wirkt dieses Verhalten so, als wolle er andere Menschen bewusst kontrollieren.
Doch aus therapeutischer Sicht lohnt sich auch hier ein genauerer Blick.

Beim grandiosen Narzissmus geht es nicht in erster Linie darum, Macht über andere Menschen auszuüben.
Vielmehr kann der Wunsch, Einfluss auf Situationen zu behalten, dazu beitragen, Unsicherheiten zu verringern und das grandiose Selbstbild aufrechtzuerhalten.

Wer das Gefühl hat, Einfluss auf eine Situation zu haben, erlebt diese häufig als vorhersehbarer und sicherer.

Dadurch entsteht der Eindruck, den weiteren Verlauf einer Situation besser einschätzen und beeinflussen zu können. Gleichzeitig kann das Risiko sinken, dass unerwartete Entwicklungen als Kritik, Zurückweisung oder narzisstische Kränkung erlebt werden.

Das bedeutet nicht, dass Menschen mit grandiosem Narzissmus jede Situation bewusst kontrollieren möchten.
Häufig handelt es sich vielmehr um eine unbewusste Strategie, das eigene innere Gleichgewicht zu bewahren und belastende Gefühle möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen.

Vielleicht erinnerst du dich an einen ähnlichen Moment.

Du möchtest eine Entscheidung selbst treffen.
Oder einen eigenen Lösungsweg ausprobieren.
Doch dein Gegenüber mischt sich immer wieder ein.
Eigene Ideen werden hinterfragt.
Vorschläge korrigiert.
Oder Entscheidungen werden so lange diskutiert, bis sie schließlich doch wieder den Vorstellungen der anderen Person entsprechen.

Für Partnerinnen, Partner, Angehörige oder Kolleginnen und Kollegen kann das auf Dauer sehr belastend sein.

Es entsteht dadurch häufig das Gefühl, dass die eigenen Bedürfnisse, Meinungen oder Entscheidungen immer weniger zählen und dass für die eigene Sichtweise kaum noch Raum bleibt.

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Warum Menschen mit grandiosem Narzissmus Grenzen anderer häufig nur schwer akzeptieren können

Wenn der Versuch, Einfluss auf eine Situation zu behalten, nicht gelingt, stellt sich eine weitere Frage:

Warum fällt es Menschen mit grandiosem Narzissmus häufig so schwer, die Grenzen oder Entscheidungen anderer einfach stehen zu lassen?

Schauen wir dazu noch einmal auf Stromberg.

Solange andere seine Ideen übernehmen oder seinen Vorstellungen folgen, wirkt er häufig zufrieden.
Doch sobald jemand eine klare Grenze setzt oder sich bewusst anders entscheidet, verändert sich seine Reaktion spürbar.
Er beginnt zu diskutieren.
Er stellt die Entscheidung infrage.
Oder versucht, sein Gegenüber davon zu überzeugen, dass dessen Sichtweise nicht richtig sei.

Für Außenstehende wirkt dieses Verhalten häufig so, als könne Stromberg ein „Nein“ nur schwer akzeptieren.

Doch aus therapeutischer Sicht lohnt sich auch hier ein genauerer Blick.

Beim grandiosen Narzissmus können klare Grenzen oder eigenständige Entscheidungen anderer unbewusst das grandiose Selbstbild infrage stellen und dadurch den verletzlichen Selbstanteil aktivieren.
Deshalb fällt es Menschen mit grandiosem Narzissmus häufig schwer, Grenzen oder Entscheidungen anderer einfach stehen zu lassen.

Nicht unbedingt, weil sie Grenzen anderer bewusst missachten möchten.

Sondern weil das Aufrechterhalten von Einfluss kurzfristig dazu beitragen kann, Unsicherheit zu verringern und das grandiose Selbstbild zu stabilisieren.

Vielleicht kennst du ähnliche Situationen.
Du setzt ruhig eine Grenze.
Du entscheidest dich bewusst anders.
Oder möchtest etwas nicht tun.
Doch dein Gegenüber akzeptiert diese Entscheidung nicht.

Stattdessen beginnt eine lange Diskussion.
Deine Beweggründe werden hinterfragt.
Oder deine Grenze wird immer wieder infrage gestellt.

Dadurch entsteht häufig das Gefühl, die eigenen Wünsche und Grenzen immer wieder rechtfertigen oder verteidigen zu müssen.

Gerade deshalb fällt es vielen Betroffenen zunehmend schwer, ihren eigenen Bedürfnissen zu vertrauen und konsequent für sich einzustehen.


Welche Folgen dieses Kontrollverhaltens langfristig für Beziehungen und den Berufsalltag haben kann

Nachdem wir gesehen haben, warum Menschen mit grandiosem Narzissmus häufig versuchen, Einfluss auf Situationen zu behalten und Grenzen anderer nur schwer akzeptieren können, stellt sich eine letzte Frage:

Welche Auswirkungen hat dieses Verhalten langfristig auf Beziehungen und den Berufsalltag?

Schauen wir dazu noch einmal auf Stromberg.

Oft gelingt es ihm zunächst, Gespräche in seine Richtung zu lenken.
Er setzt sich mit seinen Vorstellungen durch.
Und nicht selten geben andere irgendwann nach, um weitere Diskussionen zu vermeiden.
Kurzfristig scheint seine Strategie damit aufzugehen.

Langfristig sieht die Realität jedoch häufig anders aus.

Kolleginnen und Kollegen verlieren zunehmend das Vertrauen.
Eigene Ideen werden seltener geäußert.
Oder sie ziehen sich ganz aus Gesprächen zurück, weil sie das Gefühl haben, ohnehin nichts verändern zu können.

Auch in Beziehungen zeigt sich häufig eine ähnliche Entwicklung.

Aus therapeutischer Sicht überrascht das nicht.
Menschen wünschen sich, mit ihren Bedürfnissen, Meinungen und Grenzen ernst genommen zu werden.

Wer jedoch immer wieder versucht, Entscheidungen zu beeinflussen oder Grenzen anderer infrage stellt, erschwert langfristig eine vertrauensvolle Beziehung auf Augenhöhe.

Vielleicht hast du ein solches Verhalten selbst schon erlebt.

Du überlegst dir inzwischen genau, ob du deine Meinung überhaupt noch äußerst.
Du erklärst deine Entscheidungen immer wieder.
Oder gibst schließlich nach, um erneute Diskussionen zu vermeiden.
Mit der Zeit kann dadurch das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung und die eigenen Entscheidungen leiden.

Eigene Bedürfnisse treten immer stärker in den Hintergrund.
Und gesunde Grenzen aufrechtzuerhalten fällt zunehmend schwer.
Auch im Berufsleben kann diese Dynamik erhebliche Auswirkungen haben.

Vertrauen innerhalb eines Teams entsteht vor allem dann, wenn unterschiedliche Sichtweisen akzeptiert und Verantwortung geteilt werden.

Fällt es jedoch schwer, Kontrolle abzugeben oder Entscheidungen anderer stehen zu lassen, entstehen häufig Spannungen.

Zusammenarbeit wird erschwert.
Konflikte nehmen zu.
Und das Arbeitsklima kann dauerhaft darunter leiden.
Aus psychologischer Sicht entsteht dadurch ein belastender Kreislauf.

Kontrolle kann kurzfristig das Gefühl von Sicherheit vermitteln.
Langfristig entstehen jedoch häufig genau die Konflikte, die Distanz und der Vertrauensverlust, die eigentlich vermieden werden sollen.

Gerade darin liegt eine der tragischsten Dynamiken des grandiosen Narzissmus.

Der Versuch, das grandiose Selbstbild zu schützen und Unsicherheit zu vermeiden, kann langfristig genau jene Beziehungen belasten, die eigentlich Sicherheit, Vertrauen und Verbundenheit geben könnten.


Das Wichtigste auf einen Blick

  • Menschen mit grandiosem Narzissmus versuchen häufig, Situationen oder zwischenmenschliche Dynamiken unter Kontrolle zu behalten, um Unsicherheit zu verringern und ihr grandioses Selbstbild aufrechtzuerhalten.
  • Kontrollverlust kann unbewusst als Bedrohung erlebt werden und den Wunsch verstärken, wieder Einfluss auf Situationen oder andere Menschen zu gewinnen.
  • Deshalb fällt es häufig schwer, Grenzen oder Entscheidungen anderer einfach zu akzeptieren.
  • Langfristig können kontrollierende Verhaltensweisen Beziehungen belasten, Konflikte verstärken und das Vertrauen zwischen Menschen beeinträchtigen.
  • Psychologisches Wissen hilft dabei, diese Dynamiken besser zu verstehen – ersetzt jedoch keine gesunden Grenzen.

Für die Praxis

Wenn du einen Menschen mit grandiosem Narzissmus in deinem Umfeld hast, können kontrollierende Verhaltensweisen mit der Zeit sehr verunsichernd sein.

Vielleicht hast du das Gefühl, deine Entscheidungen immer wieder erklären oder rechtfertigen zu müssen. Vielleicht fällt es dir inzwischen sogar schwer, deiner eigenen Wahrnehmung oder deinen eigenen Bedürfnissen zu vertrauen.

Je besser du die psychologischen Hintergründe kennst, desto leichter fällt es, dieses Verhalten einzuordnen, ohne die Verantwortung dafür bei dir selbst zu suchen.

Gleichzeitig ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen, klare Grenzen zu setzen und diese konsequent zu schützen.

Wenn es dir schwerfällt, deine eigenen Bedürfnisse wieder wahrzunehmen oder klare Grenzen zu setzen, kann es hilfreich sein, dich zunächst wieder mit dir selbst zu verbinden. In meinem Selbstliebe-Workbook findest du praktische Übungen und Reflexionsfragen, die dich dabei unterstützen können, dein Selbstwertgefühl zu stärken und gesunde Grenzen zu entwickeln.


Aus psychologischer Sicht

Kontrollierendes Verhalten dient beim grandiosen Narzissmus häufig nicht in erster Linie dazu, Macht über andere Menschen auszuüben.

Vielmehr kann es eine unbewusste Strategie sein, das grandiose Selbstbild aufrechtzuerhalten, Unsicherheit zu verringern und mögliche narzisstische Kränkungen zu vermeiden.

Gerade deshalb ist es wichtig, zwischen Verstehen und Entschuldigen zu unterscheiden.

Wer die psychologischen Hintergründe kennt, kann kontrollierende Verhaltensweisen besser einordnen, ohne sie zu verharmlosen oder entschuldigen zu müssen.

Psychologisches Wissen hilft dabei, Zusammenhänge besser zu verstehen – ersetzt jedoch keine gesunden Grenzen und keinen achtsamen Umgang mit den eigenen Bedürfnissen.


Du möchtest Narzissmus noch besser verstehen?

Wenn du lernen möchtest, narzisstische Verhaltensmuster besser zu erkennen, gesunde Grenzen zu setzen und deinen eigenen Selbstwert nachhaltig zu stärken, dann kann dich mein Selbstliebe-Onlinekurs dabei unterstützen.

Dort erfährst du Schritt für Schritt, wie du dich aus belastenden Beziehungsmustern lösen, deinem eigenen Gefühl wieder vertrauen und mehr innere Sicherheit entwickeln kannst.


Reflexionsfrage

Kennst du Situationen, in denen deine Grenzen oder Entscheidungen immer wieder infrage gestellt wurden?

Wie hat sich das langfristig auf dein Vertrauen in deine eigene Wahrnehmung, deine Entscheidungen und deine Bedürfnisse ausgewirkt?


Im nächsten Artikel

Im ersten Artikel dieser Serie haben wir verstanden, warum Menschen mit grandiosem Narzissmus so häufig Aufmerksamkeit und Bewunderung suchen.

Im zweiten Artikel ging es darum, warum sie andere Menschen immer wieder abwerten.

Im dritten Artikel haben wir gesehen, weshalb Kritik häufig intensive Reaktionen auslösen kann und warum daraus Wut, Rechtfertigungen oder Schuldzuweisungen entstehen können.

In diesem Artikel haben wir uns damit beschäftigt, warum Menschen mit grandiosem Narzissmus häufig versuchen, Situationen unter Kontrolle zu behalten, weshalb Kontrollverlust für sie so belastend sein kann und warum es ihnen oft schwerfällt, Grenzen oder Entscheidungen anderer zu akzeptieren.

Im nächsten Artikel beschäftigen wir uns mit einer weiteren zentralen Dynamik des grandiosen Narzissmus:

Warum Menschen mit grandiosem Narzissmus häufig Schwierigkeiten haben, Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen und weshalb stattdessen Schuldzuweisungen, Ausreden oder Rechtfertigungen entstehen können.

Romy Katzberg-Koch

Über Romy Katzberg-Koch

Heilpraktikerin, Gründerin der JustYou-Katzberg Akademie und leidenschaftliche Begleiterin für Frauen auf ihrem Weg zu ganzheitlicher Gesundheit. Mit über 100 Fortbildungen verbinde ich evidenzbasiertes Wissen mit echter Empathie.

Mehr über mich →

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